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~
Wenn ich sterbe, reißt eine Silberschnur mit glatten Perlen,
die durch das Land rollen und zu den Muschelmüttern auf
dem Meeresgrund zurückkehren. Wer wird nach meinen
Perlen tauchen, wenn ich nicht mehr da bin? Wer wird
wissen, dass sie mir gehört haben? Wer wird erraten
können, dass einmal die ganze Welt um
meinen Hals gehangen hat?

( Cecilie, "Durch einen Spiegel,
in einem dunklen Wort", Jostein Gaarder )
~






Rainer-Maria Rilke

*Menschen bei Nacht

Die Nächte sind nicht für die Menge gemacht.
Von deinem Nachbar trennt dich die Nacht,
und du sollst ihn nicht suchen trotzdem.
Und machst du nachts deine Stube licht,
um Menschen zu schauen ins Angesicht,
so musst du bedenken: wem.

Die Menschen sind furchtbar vom Licht entstellt,
das von ihren Gesichtern träuft,
und haben sie nachts sich zusammengesellt,
so schaust du eine wankende Welt
durcheinandergehäuft.
Auf ihren Stirnen hat gelber Schein
alle Gedanken verdrängt,
in ihren Blicken flackert der Wein,
an ihren Händen hängt
die schwere Gebärde, mit der sie sich
bei ihren Gesprächen verstehn;
und dabei sagen sie: Ich und Ich
und meinen: Irgendwen.*





*
(Darf ich das behalten - Wir sind Helden)

Bitte darf ich das behalten
Behalt meine alten Träume
Kannst sie verwalten wie du willst
Halt die Welt in deiner Gewalt
Aber nimm deine kalten Hände
von meiner Hand

Ich geb dir meinen Verstand dafür
Ich geb dir mein Wort, ich will
für immer stumm sein, aber
Nimm das nicht fort von mir
Ich weiß, du nimmst alles
Was du willst zu dir
Aber das hier bleibt hier

Darf ich das behalten
Ich geb alles her
Darf ich das behalten
Ich brauche nichts mehr
Darf ich das behalten
Ich brauche nichts mehr als das
Ich brauche nichts mehr als das
Ich brauche nichts mehr

Darf ich das behalten
Ich hab's gefunden
Zerknittert und scheu
Saß es zwischen zwei Stunden
Bevor alles neu war
Und zwischen zwei Blicken
Zwei Schritten im Sand
Fand ich's in meiner Hand

Ich geb dir meinen Verstand dafür
Ich geb dir mein Wort, ich will
Für immer stumm sein, aber
Nimm das nicht fort von mir
Ich weiß, du nimmst alles
Was du willst zu dir
Aber das hier bleibt hier
´
Darf ich das behalten
Ich hab's gefunden
Zerschunden und lahm
Hab seine Wunden verbunden
Und jetzt ist es zahm

Siehst du, es findet den Weg nicht mehr
Ich kann seine Sprache, ich
Lauf hinter ihm her und dann
Läuft es mir nach und ich
Halt es geborgen in meiner Hand
Schlaf bis zum Morgen
Mit dem Rücken zur Wand

Ich geb dir meinen Verstand dafür
Ich geb dir mein Wort
*


~Bildlich gesprochen

Wär ich ein Baum ich wüchse
dir in die hohle Hand
und wärst du das Meer ich baute
dir weiße Burgen aus Sand.

Wärst du eine Blume ich grübe
dich mit allen Wurzeln aus
wär ich ein Feuer ich legte
in sanfte Asche dein Haus.

Wär ich eine Nixe ich saugte
dich auf den Grund hinab
und wärst du ein Stern ich knallte
dich vom Himmel ab.

(-Ulla Hahn)~


*
Soothe me

You can't keep what you've got
and I sold what I owned
If you come in from the cold
I'll warm you up and we'll take it slow

sun comes up
gives me a hug
tellin me not to move too much
we've got all the time we need
and our plans to succeed
what I never dare to say
I'm pretty sure you know it anyway

soothe me everyday.

*








~...
Nach ein paar Takten, manchmal, bewegt der Wind die Blätter nicht mehr zufällig.Wenn man genau hinsieht und sich nur auf die Bilder draussen und die Musik konzentriert, fängt es an, das Tanzen. Und es fühlt sich leicht an, wie die Feder, die zur "Forrest Gump Suite" fällt, als hätte sie diese Choreographie schon immer gekonnt.In den Momenten hört man die Musik nicht nur, man sieht sie tanzen, fühlt sie.Solche Momente sind perfekt, egal, was mich beschäftigt oder zu Boden zu reissen droht- das ist einer der Augenblicke, die das Leben mehr als die meisten anderen lebenswert machen.
~




*
Erich Kästner

Traurigkeit die jeder kennt


Man weiß von vornherein, wie es verläuft.
Vor morgen früh wird man bestimmt nicht munter.
Und wenn man sich auch noch so sehr besäuft:
die Bitterkeit, die spült man nicht hinunter.

Die Trauer kommt und geht ganz ohne Grund.
Und angefüllt ist man mit nichts als Leere.
Man ist nicht krank. Und ist auch nicht gesund.
Es ist, als ob die Seele unwohl wäre.

Man will allein sein. Und auch wieder nicht.
Man hebt die Hand und möchte sich verprügeln.
Vorm Spiegel denkt man: "Das ist dein Gesicht?"
Ach, solche Falten kann kein Schneider bügeln.

Vielleicht hat man sich das Gemüt verrenkt?
Die Sterne ähneln plötzlich Sommersprossen.
Man ist nicht krank. Man fühlt sich nur gekränkt.
Und hält, was es auch sei, für ausgeschlossen.

Man möchte fort und findet kein Versteck.
Es wäre denn, man ließe sich begraben.
Wohin man blickt, entsteht ein dunkler Fleck.
Man möchte tot sein. Oder Gründe haben.

Man weiß, die Trauer ist sehr bald behoben.
Sie schwand noch jedes Mal, so oft sie kam.
Mal ist man unten, und mal ist man oben.
Die Seelen werden immer wieder zahm.

Der Eine nickt und sagt: "So ist das Leben."
Der andre schüttelt seinen Kopf und weint.
Wer traurig ist, sei's ohne Widerstreben!
Soll das ein Trost sein? So war's nicht gemeint.
*
~

Ohne Dich

Nicht nichts
ohne dich
aber nicht dasselbe

Nicht nichts
ohne dich
aber vielleicht weniger

Nicht nichts
aber weniger
und weniger

Vielleicht nicht nichts
ohne dich
aber nicht mehr viel

(Erich Fried)

~

Was es ist

Es ist Unsinn
sagt die Vernunft
Es ist was es ist
sagt die Liebe

Es ist Unglück
sagt die Berechnung
Es ist nichts als Schmerz
sagt die Angst
Es ist aussichtslos
sagt die Einsicht
Es ist was es ist
sagt die Liebe

Es ist lächerlich
sagt der Stolz
Es ist leichtsinnig
sagt die Vorsicht
Es ist unmöglich
sagt die Erfahrung
Es ist was es ist
sagt die Liebe

(ebenfalls: Erich Fried)

~

*

Es interessiert mich nicht
zu erfahren wo du lebst
und wieviel Geld du hast,
ich will nur wissen
was dich von innen hält
wenn sonst alles wegfällt.

Es interessiert mich nicht
was oder mit wem
du wo gelernt hast
ich will nur wissen
wonach du innerlich schreist
ob du zu träumen wagst.

Es interessiert mich nicht
zu erfahren wo du bist
und wo du herkommst,
ich will nur wissen
ob du enttäuschen kannst
um dir selber treu zu sein.

Es interessiert mich nicht
wie alt du bist
wie du dein Geld verdienst,
ich will nur wissen
ob du bereit bist
wie ein Narr auszusehn
um deiner Liebe willen
um deiner Träume willen.

Es interessiert mich nicht
welcher Planet
im Quadrat zu deinem Mond steht,
ich will nur wissen
ob du den tiefsten Punkt
deines eigenen Leids berührst.

Es interessiert mich nicht
ob die Farbe deiner augen
wirklich rein ist,
ich will nur wissen
ob du Schönheit sehen kannst
auch wenn es nicht jeden Tag schön ist.

Es interessiert mich nicht
ob die Geschichte
die du mir erzählst wahr ist,

Ich will nur wissen
ob du vertrauen kannst
wenn man dir vertraut
um deiner Liebe willen
um deiner Träume willen.

Ich will nur wissen
ob du mit dem Scheitern
meinem oder deinem leben kannst,
daß du den Vorwurf des Verrats erträgst
und deine eigene Seele nicht verrätst.

ich will nur wissen
ob du allein sein kannst
und in den leeren Momenten
gern mit dir zusammen bist.

*
(Aus: 'Für mich soll's rote Rosen regnen')

Für mich soll's rote Roten regnen,
mir sollten sämtliche Wunder begegnen,
das Glück sollte sich sanft entfalten,
es soll mein Schicksal mit Liebe verwalten.

Und heute sage ich still: Ich sollte
mich fügen, begnügnen,
ich kann mich nicht fügen,
kann mich nicht begnügnen:
will immer noch siegen,
will alles oder nichts.

Für mich soll's rote Rosen regnen,
mir sollten ganz neue Wunder begegnen,
mich fern vom Alten neu entfalten,
von dem, was erwartet das meiste halten.
Ich will, ich will.

(Hildegard Knef)

~

Storm

How long have I been in this storm?
So overwhelmed by the ocean’s shapeless form
Water's getting harder to tread
With these waves crashing over my head

If I could just see you
Everything would be all right
If I could see you
This darkness would turn to light

And I will walk on water
And you will catch me if I fall
And I will get lost into your eyes
And everything will be all right
And everything will be all right

I know you didn’t bring me out here to drown
So why am I ten feet under and upside down
Barely surviving has become my purpose
Because I’m so used to living underneath the surface

And I will walk on water
And you will catch me if I fall
And I will get lost into your eyes
And everything will be all right
And everything will be all right.

(Lifehouse)















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